Formel 3

Geschichte der Formel 3

Die Formel 3 Euro Serie geht 2008 in ihre sechste Saison. Der Grundstein für die stärkste Nachwuchsserie der Welt wurde am 22. Januar 2003 in Paris gelegt, als der Deutsche Motor Sport Bund e. V. (DMSB) und die französische Fédération Française du Sport Automobile (FFSA) die letzten Weichen für den wichtigsten Zusammenschluss im weltweiten Formelsport stellten: Die neue Formel 3 Euro Serie war geboren.

Nicht nur die internationale Motorsport-Szene beobachtete die Kooperation mit großem Interesse, sogar die Politik verfolgte die Entstehung der neuen Rennserie. Der damalige deutsche Bundesinnenminister Otto Schily, zugleich Bundessportminister, lobte die neue Serie als ein „Beispiel für landesgrenzenübergreifende Sportveranstaltungen“. Schon immer habe den Motorsport ein internationales Flair umgeben. „Seine Anhänger haben über Grenzen und Barrieren hinweg seit je eine Einheit gebildet“, notierte Schily – und wies zugleich auf die wichtige Rolle der neuen Serie für die Nachwuchsförderung hin: „Die Zusammenlegung der beiden nationalen Meisterschaften wird eine weitere Belebung der Entwicklung hoffnungsvoller junger Rennfahrer bewirken.“

Ähnlich der Kommentar des damaligen französischen Sportministers Jean-François Lamour. Er würdigte das Engagement von DMSB und FFSA und sagte, die Formel 3 Euro Serie werde „erstklassigen Motorsport bieten und eine Meisterschaft sein, in der sich junge talentierte Fahrer weiterentwickeln werden“.

Am 26. April 2003 startete die Formel 3 Euro Serie auf dem Hockenheimring in ihre erste Saison. Erster Champion der Formel 3 Euro Serie wurde der Australier Ryan Briscoe, Zweiter der Österreicher Christian Klien. Beiden gelang der Sprung in die Formel 1. Toyota sicherte sich die Dienste von Ryan Briscoe als Testfahrer. Jaguar verpflichtete Klien als Stammpiloten neben Mark Webber für die Formel-1-Saison 2004.

Im zweiten Jahr der Formel 3 Euro Serie ging der Titel nach Großbritannien: Jamie Green sicherte sich den Gesamtsieg. Für ihn führte der Weg in die DTM, denn er wurde nach seinem Titelgewinn in der Formel 3 von Mercedes-Benz als Werksfahrer für die populärste internationale Tourenwagenserie verpflichtet. Nico Rosberg, Sohn des ehemaligen Formel-1-Weltmeisters Keke Rosberg, wechselte nach der Saison 2004 als Testfahrer in das BMW Williams-F1-Team. Außerdem sicherte er sich 2005 als erster Fahrer den Titel in der GP2-Serie. Seit dem 2006 fährt er als Stammpilot im Williams-F1-Team.

Auch 2005 hatte wieder ein Brite die Nase vorn: Mit 15 Siegen aus 20 Rennen holte Lewis Hamilton den Titel in der Formel 3 Euro Serie. Im Folgejahr gewann er die GP2-Serie, seit 2007 geht er für das Team Vodafone McLaren Mercedes in der Formel-1-WM an den Start. Der Vizemeister, Alexandre Prémat, wurde nach Erfolgen in der GP2-Klasse und in der A1-Nationenserie von Audi für die DTM verpflichtet.

Im Jahr 2006 kam der Gesamtsieger aus Schottland: Paul di Resta holte sich den Titel in der Formel 3 Euro Serie und wurde zur Belohnung von Mercedes-Benz für die DTM-Saison 2007 verpflichtet. Nach einer gelungenen Debütsaison fährt er in diesem Jahr eine aktuelle AMG Mercedes C-Klasse in der DTM. Der Vizemeister des Jahres 2006, der Heppenheimer Sebastian Vettel, geht für die Scuderia Toro Rosso in der Formel 1 an den Start.

Der im schweizerischen Genf beheimatete Romain Grosjean holte sich 2007 den Titel in der Formel 3 Euro Serie. Er konnte sechs Rennen für sich entscheiden und kämpfte lange mit dem Schweizer Sébastien Buemi und dem Deutschen Nico Hülkenberg, der nach anfänglichen Schwierigkeiten in der zweiten Saisonhälfte immer stärker auftrumpfte und vier Rennen für sich entscheiden konnte. Während Grosjean und Buemi in die GP2-Serie aufsteigen und beide schon als Formel-1-Testfahrer für Renault respektive Red Bull bestätigt wurden, unternimmt Hülkenberg einen weiteren Anlauf in der Formel 3 Euro Serie. Auch sein Weg führte ihn bereits in die Formel 1: Der Emmericher wurde vom Team Williams F1 als Testfahrer verpflichtet.



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